CNE Monatsmagazin
Juni 2008
Zusammenfassung
On the road again: Again? Nein. Denn sie ist zum ersten Mal auf Tour, jedenfalls in Europa: die Free Market Road Show. Organisiert vom Wiener Hayek Institut und diversen Partnerinstituten vor Ort, gastierte die Road Show im Mai in Wien, Portoroz, Berlin, Prag und Brüssel. Die Liste der prominenten Redner war lang: Neben Nobelpreisträger Robert Mundell waren u.a. José Pinera (International Centre for Pension Reform) und der estnische Ex-Premier Mart Laar eingeladen.
Viva Las Vegas: Das "FreedomFest" in Las Vegas ist etwas für den, der den Sommer unter glühenden Freiheitsverehrern verbringen will. Vom 10.-12. Juli 2008 bietet es seinen Teilnehmern ein sehr reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm. So streiten u.a. Bestseller-Autor Christopher Hitchens ("God Is Not Great") und Dinesh D'Souza ("What's So Great About Christianity?"). Neben Hitchens und D'Souza kann man noch viele andere interessante Redner hören und erleben, u.a. Ron Paul und Charles Murray.
You are so beautiful: Hardy Bouillon kommentiert das Liberalismusbild des slowenischen Philosophen Slavoj Žižek. "Es gibt viele hilfreiche Maßnahmen beim Bemühen um die Erhaltung unserer Existenz", so Bouillon. "Eine davon ist es, den realen Liberalismus, d.h. die geistigen Grundlagen einer freien und friedlichen Welt so weit wie möglich und nötig zu verstehen und zu wahren. Ganz und gar nicht hilfreich ist es, vom realen Liberalismus ein entstellendes Bild zu zeichnen und ihm einen Utopismus an Stellen vorzuwerfen, wo ihm dieser aus gutem Grunde fehlt."
Fool(s) on the hill: Edgar Gärtner schreibt über den gedankenlosen Nihilismus in Umweltfragen und die Notwendigkeit des Problemlösungswettbewerbs. "Glaubens- und Redefreiheit sowie der Wettbewerb zwischen verschiedenen Problemlösungsansätzen sind die wichtigsten Voraussetzungen der gesellschaftlichen Anpassung an unvorhersehbare Entwicklungen wie Erdbeben oder Klimaverschiebungen," so Gärtner.
Highway to hell: Hardy Bouillon moniert die unzureichende methodologische Reflexion in der Klimadiskussion. Die Klimadebatte zeige, dass sie die Erforschung des Themas "Klimawandel" bei weitem überfordere. Das Thema sei als Forschungsgegenstand noch sehr jung. Die meisten der grundlegenden Fragen seien noch gar nicht ausreichend geklärt. Mit anderen Worten: Man wisse zum Teil gar nicht, worüber man genau rede, so Bouillon.
Save the last word for me: Stephen Pollard meint, der Vorwurf, schuld an der englischen Immobilienkrise sei eine verfehlte staatliche Bankenpolitik, verfehle sein Ziel. "Wenn ich meinen Kreditrahmen voll ausschöpfen und ihn auf Pferde setzen würde, hieße das dann, dass - nachdem alles den Bach runter gegangen ist - es die Schuld des Bankinstituts war, weil es mich nicht davon abhielt, mich wie ein Idiot zu benehmen? Sicherlich trägt der Kreditgeber auch einen Teil der Verantwortung ... . Aber die wahre Verantwortung läge doch bei mir", so Pollard.
PD
Dr. Hardy Bouillon