CNE Monatsmagazin
April 2008

Zusammenfassung

Gute Schule: Dr. Karen Horn, seit einem halben Jahr Leiterin des IW-Hauptstadtbüros, erzählt im MoMa-Interview von ihren künftigen Aufgaben als Senior Fellow beim CNE: "Als Fellow werde ich sozusagen meinen Kopf für CNE hinhalten, marktwirtschaftlich orientierte Aufsätze für CNE schreiben und an vielfältigen Aktivitäten teilnehmen. Beim Aufbau von Aktivitäten hier in Deutschland werde ich helfen, nicht nur gute Partner zu finden, sondern auch neue Formate zu entwickeln. IW und CNE haben hier einige Schnittmengen", so Horn.

Marktwirtschaft in Schulen: Gerd Habermann sieht den Hauptgrund für das nachlassende Interesse an Marktwirtschaft, Freiheit und Unternehmertum darin, "dass unser Bildungswesen ganz überwiegend in staatlicher Hand liegt, von der Grundschule an. Man lernt in unseren Schulen ja nicht nur Schreiben und Rechnen, sondern es geht hier auch um die Prägung von Gesinnungen, Identifikationsgefühlen und ökonomischer Weltsicht. Und hier haben sich leider seit langem der Horizont und die Mentalität von öffentlich Bediensteten durchgesetzt, die in Schulbüchern uralte antimarkwirtschaftliche Mythen und Vorurteile aus dem 19. Jahrhundert von Auflage zu Auflage weiterschleppen", urteilt Habermann.

Marktwirtschaft macht Schule: Es gibt auch Beispiele, die zeigen, das Schullehrbücher ein besseres Verständnis für den Markt wecken können. Unter dem Titel "Volkswirtschaft verstehen - Zukunft gestalten" lud das Wiener Hayek Institut am 13. März 2008 zur Päsentation eines neuen Schulbuches ein. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Österreichs Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Dr. Johannes Hahn. Anschließend präsentierte Johannes Lindner das von ihm verfasste Arbeitsbuch "Volkswirtschaft verstehen - Zukunft gestalten", das vornehmlich in österreichischen Ober- und Fachschulen zum Einsatz kommen wird.

Schreibschulung: Der diesjährige Templeton Essaywettbewerb gilt dem Verhältnis von Eigentumsrechten und Menschenrechten bzw. der These, dass beide Rechtstypen nicht oder nur unvollständig vereinbar seien. So lauten die Leitfragen: Sind Eigentumsrechte Menschenrechte? Wie stehen sie zueinander? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede gibt es? Ausgeschrieben ist der Aufsatzwettbewerb vom amerikanischen Independent Institute.

Universitäten und Marktwirtschaft: Gunnar Sohn über die Vorbereitung deutscher Studenten auf den Markt: Auch an deutschen Universitäten kommt die Vermittlung der Marktwirtschaft zu kurz, oder besser: die Vermittlung der Absolventen an die Marktwirtschaft kommt dort zu kurz, wie Gunnar Sohn in seinem Kommentar schreibt. "Ein Drittel der amerikanischen Absolventen gründet nach dem Schulabschluss ein eigenes Unternehmen. Davon können wir in Deutschland nur träumen", zitiert Sohn den Kölner Personalexperten Emde.

Das letzte Wort: "Es gibt eine Sache, welche die britische Regierung lieber nicht begonnen hätte, nämlich ihre Aktion gegen die angebliche Gefahr durch Plastiktüten für die Tierwelt," meint Stephen Pollard. Die London Times habe jetzt ans Tageslicht gebracht, dass diese Bedrohung eines der größten Märchen unserer Zeit ist und auf einem Druckfehler in einer kanadischen Studie beruht. "Die weitverbreitete Anschuldigung, der zufolge Plastiktüten Jahr für Jahr 100.000 Tiere und eine Million Seemöwen töten, ist (sic) falsch", so Pollard.

 


PD Dr. Hardy Bouillon
Head of Academic Affairs
Centre for the New Europe