CNE Monatsmagazin
November 2007
Zusammenfassung
Privatschulen für die Armen: Würde man eine Meinungsumfrage zur Schulbildung in Drittweltländern durchführen, dürfte die vorherrschende Meinung wohl lauten: Ohne Staat keine Bildungschancen für die Armen. Doch mit der tatsächlichen Lage in den ärmsten Regionen der Welt ist diese Auffassung nicht zu vereinbaren. Denn: "Privatschulen für die Armen sprießen in Drittweltländern wie Pilze aus dem Boden", schreiben Pauline Dixon und James Tooley.
Wunder gibt es immer wieder I: "Warum sind Liberale, wie jetzt durch empirische Untersuchungen bestätigt wurde, im Schnitt deutlich glücklicher, zufriedener und optimistischer als Anhänger des wohlfahrtsstaatlichen Sozialismus?", fragt Edgar Gärtner in seiner Kolumne. "Die Antwort auf diese Frage ist vermutlich einfacher, als viele denken: Liberale glauben an Wunder. Sie tun, was ihnen sichtbar nützt, und vertrauen darauf, dass das freie Spiel von Angebot und Nachfrage hinter ihrem Rücken zu Wohlstand und Frieden für die ganze Gesellschaft führt."
Wunder gibt es immer wieder II: Während hierzulande vor allem die demokratischen Bewerber um das amerikanische Präsidentschaftsamt die Medien beschäftigt, blicken Liberale wie Libertäre hoffnungsvoll auf die überraschend erfolgreich verlaufende Kandidatur des Republikaners Ron Paul. Nach Hillary Clinton und Barack Obama hat er derzeit die drittgrößte finanzielle Fürsprache vorzuweisen. Und auch in Europa hat er viele Fans: Die Straßbourg Tea Party beweist es.
Geordnete Anarchie: So heißt die Festschrift für Anthony de Jasay, die Hartmut Kliemt und Hardy Bouillon herausgeben. 10 Beitraggeber, darunter Nobelpreisträger James Buchanan, erweisen dem brillanten Denker, ihre Reverenz. Der Untertitel, der an Jasays Buch "Justice and its surroundings" erinnert, bringt dies treffend zum Ausdruck: Ordered Anarchy. Jasay and his surroundings, Ashgate Januar 2008.
Das letzte Wort: In seiner Kolumne vom 30. Oktober 2007 schreibt Flitterwöchner Stephen Pollard aus dem fernen Australien über die Wahlkampagne des australischen Labour-Führers Kevin Rudd. Sie erinnert ihn in vielen Details an jene Kampagne, mit der Tony Blair vor 10 Jahren die Wahlen in England gewann. "Rudds Strategie ist es, die unpopulären linken Parolen über Bord zu werfen, sich selbst als einen Mann darzustellen, der nicht wirklich zur Labourpartei gehört, und immerzu mit denselben Botschaften aufzuwarten."
PD
Dr. Hardy Bouillon