CNE Monatsmagazin
Juni 2007

Zusammenfassung

Wirtschaftsgeschichte der Zukunft: Wolfgang Kasper, Emeritus Professor der Nationalökonomie an der University of New South Wales in Sydney und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von CNE spricht im Interview mit Moma über die Hintergründe der wachsenden wirtschaftlichen Vormachtstellung der pazifischen Region und der nachlassenden Bedeutung des atlantischen Wirtschaftsraums. "Viele im rapide aufholenden Fernen Osten werden Europa überholen, so wie es Singapur und Hongkong schon getan haben", meint Kasper.

ERBM in Bukarest: Im September treffen sich die europäischen Think Tanks zu ihrem alljährlichen Meinungsaustausch in Bukarest. Im Mittelpunkt des diesjährigen European Resource Bank Meeting (ERBM) stehen neben vielen Workshops Themen wie Freiheit und individuelle Sicherheit in Europa, Verfassungen der Freiheit und die europäische Verfassungskrise, Überregulierung und Besteuerung in Europa, Zukunft des europäischen Sozialmodells und das Think-Tank-Business.

Glaube, Hoffnung, Klima: Katholisch geprägt, aber nicht mehr zum Glauben seiner Kindheit und Jugend zurückfindend, habe er Papst Benedikt XVI. von Anfang an als wichtigen Verbündeten im Kampf gegen irrationale Auswüchse der Säkularisierung, gegen relativistisches Kapitulantentum gegenüber dem Nihilismus und gegen die geistige Leere des "Europäischen Sozialmodells" betrachtet, meint der Direktor des CNE-Umweltforums Edgar Gärtner in seinem Beitrag über die Haltung des Vatikans zur Klimafrage.

Schöner denken: In seiner Rezension des Buches Schöner denken - Wie man politisch unkorrekt ist von Josef Joffe, Dirk Maxeiner, Michael Miersch und Henryk M. Broder schreibt Horst Wolfgang Boger: "Wer wird dieses Buch mit zumindest gelindem Vergnügen lesen? Diejenigen, die sich durch das Newspeak und das linguistische PC-Opium der PolitikerInnen, der JournalistInnen, der SozialingenieurInnen, der SozialpädogInnen, der TheologInnen, der Pop-PsychologInnen, der Trauer- und VerständigungsarbeiterInnen, kurz: der gesinnungstüchtigen, aber urteilsgeschwächten GutmenschInnen aller Richtungen, - noch - nicht die Denkwarzen haben verharzen lassen."

Schöner schreiben: Zum vierten Mal hintereinander lobt das internationale Institut zur Erforschung ökonomischer und fiskalischer Fragen (IREF, Institute for Research on Economic and Fiscal Issues) einen Essaywettbewerb für Arbeiten zum Steuerwesen aus. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Studenten und junge Wissenschaftler (geboren nach 1971). Insgesamt werden 12.000 Euro Preisgelder vergeben. Das Thema lautet: European Tax: Good and Bad.

Schöner lernen: Mit dem Seminar "Österreichische Schule der Nationalökonomie" will das Institut für Wertewirtschaft im Juli 2007 für Studenten aller Fachrichtungen eine umfassende Einführung in die Ökonomie auf Grundlage der weithin vernachlässigten Österreichischen Schule der Nationalökonomie anbieten. Veranstaltungsort ist die Universität Wien. Im Mittelpunkt des Seminars stehen "die Einsichten von Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk und Ludwig von Mises, die Ökonomie als die "Lehre vom menschlichen Handeln" verstehen", so das Institut.

Das letzte Wort: Diesmal kommentiert Stephen Pollard das englische Schulwesen. "Warum entscheiden sich Eltern dafür, für unabhängige (private) Schulen zu zahlen? Weil deren Standards höher sind. Und warum sind sie höher? Eben weil Eltern bezahlen. Unabhängige Schulen haben keine andere Wahl, als den Bedürfnissen der Eltern gerecht zu werden, wollen sie die ihnen sonst drohenden Folgen vermeiden. Wenn staatliche Schulen den Wettbewerb zu privaten Anbietern aufnehmen wollen, dann müssen sie lernen, auf Elternwünsche zu reagieren", so Pollard.

 


PD Dr. Hardy Bouillon
Head of Academic Affairs
Centre for the New Europe