CNE Monatsmagazin
Januar 2007
Zusammenfassung
Neues Jahr, neuer Präsident: In seinem ersten Interview erzählt Stephen Pollard, der neue Präsident des CNE, von seinen Plänen: "Dazu gibt es eigentlich eine sehr einfache Antwort. Ich möchte, dass CNE ob seiner scharfen Analysen der EU-Politik in der Brüsseler Szene bekannt und angesehen ist und als ernstzunehmender Diskussionspartner in der Debatte geschätzt wird. Auf diesem Weg sind wir schon ein gutes Stück vorangekommen," so Pollard.
JNE 3.2 kurzgefaßt: Was hält die neue Ausgabe des Journal for the New Europe bereit? Claudia R. Williamson und Carrie B. Kerekes gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, welche Bedeutung es für die wirtschaftliche Entwicklung habe, wenn inoffizielle Regeln zur Wahrung von Eigentumsrechten durch Rechtsregeln ersetzt oder ergänzt werden. Und Philipp Bagus stellt die Forderung nach Lohnsteigerung im Falle von erhöhter Arbeitsproduktivität in Frage. Dazu ein Nachruf auf Milton Friedman von Normann Barry und eine Rezension des Buches Norms of Liberty von Doug Rasmussen und Doug den Uyl.
Goodbye, Milton: Normann Barry erinnert in seinem Nachruf auf Milton Friedman daran, dass dieser immer betont habe, dass die persönliche Freiheit sein wichtigstes Ziel gewesen sei, "und dieses Ziel war Richtschnur für die meisten seiner ordnungspolitischen Vorschläge. Er war ein erbitterter Gegner der Einberufung, und er hat sich über sie fast genau so viel ausgelassen wie über die Inflation in den 60er und 70er Jahren. Er gehörte nie einer politischen Partei an, auch wenn die gedankenlose Linke ihn einen Rechtsaußen nannte," so Barry.
Innovationshumus: "Ronald Clapham und Gerhard Schwarz haben mit ihrem Band Die Fortschrittsidee und die Marktwirtschaft den gelungenen Versuch unternommen, zentrale Argumente für die These zusammenzustellen, daß die Marktwirtschaft die beste Grundlage für Fortschritt und der Fortschritt trotz aller negativen Nebeneffekte die beste Grundlage für die Zukunft der Menschheit ist," schreibt Hardy Bouillon in seiner Rezension und stimmt den Autoren darin zu, dass es kein Naturgesetz gebe, das der Marktwirtschaft den Fortschritt entlockte, doch sie sei, wie Schwarz formuliere, "ein Nährboden für Innovation".
Er zuckt immer noch: "Atlas Shrugged" von Ayn Rand. In diesem Roman geht es in dramatischer Weise um schöpferische und schaffenswillige Helden, die von faulen Nutznießern so lange missbraucht werden, bis sie nach und nach verschwinden, gewissermaßen individuell in Streik treten. Millionenfach verkauft, war Atlas Shrugged, wie die Library of Congress einmal ermittelte, für den Durchschnittsamerikaner das am stärksten prägende literarische Erlebnis nach der Bibel. In diesem Jahr feiert das Werk sein 50. Erscheinungsjahr.
Das letzte Wort: "Das letzte Wort" bietet den Lesern des CNE-Monatsmagazins eine regel-mäßige Möglichkeit, eine kleine Auswahl von Stephen Pollards Kolumnen kennenzulernen. Den Anfang macht ein Kommentar zu Ryanairs "Premium Boarding": "Egal welche Dienstleistung Ryanair sich anzubieten oder nicht anzubieten entscheidet, es kann jedwede Dienstleistung zu jeden ihm beliebenden Preis anbieten. Das ist deshalb so, weil Ryanair ein privates Unternehmen ist, das mit der Zahl der Menschen, die sich für einen Flug mit ihm entscheiden, steht und fällt, in einem der am härtesten umkämpften Märkte auf unserem Planeten," so Pollard.
PD
Dr. Hardy Bouillon