CNE Monatsmagazin
Dezember 2006
Zusammenfassung
Das Problem des Liberalismus: Es sei die friedliche Koexistenz der Wertesysteme, die das Problem des Liberalismus ausmache, schreiben Doug Rasmussen und Doug den Uyl in ihrem neuen Buch "Norms of Liberty": Während alle anderen politischen Ideologien ihr einzig selig machendes Moralsystem verwirklichen wollten, versuche der Liberalismus, mit Hilfe allseits verbindlicher "Metanormen" ein tolerantes Miteinander individueller Lebensentwürfe zu erwirken sowie die damit verbundene Selbstbestimmung eines jeden Individuums.
Klimawandel - mehr als heiße Luft?: Statt Satellitenfotos anzuschauen, die das drohende Unheil klar zeigen, vertrauen heute viele Meteorologen auf ihre mit numerischen Modellen gefütterten Computer. Das sei falsch und habe teils verheerende Folgen, meint Edgar Gärtner in seiner Besprechung von Marcel Leroux: Global Warming. Myth or Reality? The Erring Ways of Climatology. Leroux' Kritik an der Standardthese der globalen Luftzirkulation werde zu wenig ernstgenommen. Demnach sind nicht Tiefs und Warmluft, sondern durch das thermische Defizit an den Polen erzeugte Hochs (Mobile Polar Highs - MPH) die eigentlichen Motoren der globalen Luftzirkulation.
Dschungelcampus: Die Universidad Francisco Marroquin in Guatemala-Stadt hat sich ein einfaches und unmißverständliches Motto auf die Fahnen geschrieben: Sie will die moralischen, rechtlichen und ökonomischen Grundsätze einer Gesellschaft freier und verantwortlicher Menschen lehren und verbreiten. Zu diesem Zweck wurde sie 1971 vor allem dank der Energie von Manuel Ayau ins Leben gerufen. Zusammen mit der Universidad Francisco Marroquin gestaltete die MPS ihre Mitgliederversammlung und eine Tagung zu den Herausforderungen des Liberalismus im 21. Jahrhundert.
Liberale Visionen: Am 9. Dezember 2006 lädt die Friedrich Naumann Stiftung in Hannover zu einer Tagung über "Liberale Visionen, Grundlagen und Strömungen des Liberalismus" ein. Referenten sind Gerhart Rudolf Baum, Bundesinnenminister a.D., Prof. Dr. Hans Vorländer, TU Dresden, Johannes Vogel, Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, und PD Dr. Hardy Bouillon. Thema von Bouillon sind die "Grundthesen und Strömungen des Libertären Anarchismus". Moma sprach mit Bouillon über die Hintergründe seines Vortrags.
Kyoto Protocol survival kits: eine lustige und zugleich ernste Sache von CFACT und dem National Center for Public Policy Research (NCPPR). Sie verteilen unter den Teilnehmern der UN-Klimakonferenz "Kyoto Protocol Survival Kits" - Notfallausrüstungen für das Überleben nach dem Kioto-Abkommens. Die kleinen Kartons enthalten Ausrüstungsgegenstände, die das Leben in einer Welt mit eingeschränkter Energienutzung symbolisieren, vor allem Beispiele für Technologien, die zwar völlig unpraktisch sind, aber "kiotofreundlich" wie z.B. das Modellflugzeug "Kioto-Airlines" aus Balsaholz.
Im Irrgarten des Protektionismus: Mit ihrem Anti-Steingart entwirren Rahim Taghizadegan und Gregor Hochreiter die einander wiedersprechenden Analysen und Schlussfolgerungen, die Gabor Steingart in seinem Buch "Weltkrieg um Wohlstand" formuliert hat. Mit ihrem 64-seitigen Leitfaden "Anti-Steingart" wollen sie Argumente für alle jene liefern, die sich gegen intellektuelle Kriegstreiber und Protektionisten wappnen wollen. Der Umschlag des Anti-Steingart ist witzigerweise dem des Steingart-Buches zum Verwechseln ähnlich. Auch die Anspielung auf Engels Anti-Dühring läßt schmunzeln. Inhaltlich sind indes keine Verwechslungen möglich.
PD
Dr. Hardy Bouillon