CNE Monatsmagazin
September 2006

Zusammenfassung

Alles Rogers: CNE-Geschäftsführer James Rogers im Interview. Wenn er mal Zeit zur Muße hat, entwickelt er Kreuzworträtsel für das Brüsseler Blatt European Voice. Aber viel mehr darf die Muße von ihm nicht verlangen. "Alles, was nicht mit Fundraising und der Organisation von Veranstaltungen zusammenhängt, wandert sehr wahrscheinlich irgendwann einmal über meinen Schreibtisch", sagt James Rogers, einer der meistbeschäftigten Kollegen bei CNE, der seinen Job mit Leidenschaft ausfüllt, wie er in diesem Interview mit Hardy Bouillon verrät.

Im April 2006 legte die European Constitutional Group (ECCG) einen Vorschlag zu einem revidierten Verfassungsvertrag für Europa vor, in dem sie eine Reihe von Änderungen gegenüber dem Entwurf eines Vertrags über eine Verfassung für Europa des Europäischen Konvents anregt, u.a. eine Zweite Kammer für das Europäische Parlament, die für mehr Verfassungstreue der Gesetze sorgen soll. Das Unternehmerinstitut (UNI) der ASU hat dafür gesorgt, daß der Vorschlag der ECCG jetzt auch auf deutsch vorliegt.

In der neuen Ausgabe von CNEs Journal for the New Europe (JNE) beziehen Pierre Garello und Vesselina Spassova Stellung zur angesichts der momentanen Regierungspolitik höchst aktuellen Frage, ob öffentliche Verschuldung gerechtfertigt sei, um Wachstum anzuregen. Norman Barry sichtet und ordnet die liberalen Strömungen der Gegenwart und Robert Nef wirft die Frage auf, wie die Migrationsströme von Liberalen beurteilt werden können.

Was Hänschen nicht lernt: Gunnar Sohn und Ansgar Lange stellen zwei Beispiele für Lernprozesse vor. Während es im ersten Fall eher um Lernbehinderung geht (durch Fehlinformationen in deutschen Schulbüchern) handelt Fall zwei von lernfähigen Politikern, die wissen, wie man ein Bundesland nach vorne bringt. In der Schule werde nicht das Funktionieren des Marktes erklärt, sondern Werturteile über "böse Manager" und "ungerechte Löhne" gelehrt. Eine Studie der Initiative Juniorprojekt habe das Bild von Wirtschaft und Unternehmen in nordrhein-westfälischen Schulbüchern analysiert. Unternehmer, so ein Ergebnis der Untersuchung, würden nicht mit dem Schaffen von Arbeitsplätzen, sondern mit Kinderarbeit, Müllbergen, Internet-Sucht und Alkoholismus assoziiert, so die Autoren.

Kleines Land ganz groß: Das Saarland gewann das Bundesländerranking 2006 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, schreiben Sohn und Lange weiter. Eine Studie der IW Consult GmbH Köln verglich die deutschen Bundesländer anhand von 33 ökonomischen und standortrelevanten Indikatoren vom Bruttoinlandsprodukt bis zur Investitionsquote. Ausschlaggebend für die Platzierung im "Dynamik-Ranking" waren ausschließlich die Veränderungen zwischen 2003 und 2005. Den Spitzenplatz errang das Saarland vor allem durch den massiven Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, das zwischen 2003 und 2005 um 6,1 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 2,3 Prozent lag.

Die wahren Helden: Für Burton Folsom sind die Gründer großer Wirtschaftsimperien die wahren Helden der Geschichte, die von einem Ort der Welt aus ihre Herrschaft antreten - "nicht durch Gewalt, sondern durch Service, indem sie Produkte verkaufen, die der Kunde will, und das zu Preisen, die nur der Wettbewerb bestimmt". Das gelte für William Durant, den Gründer von General Motors, wie für seinen Konkurrenten Henry Ford, für das Chemiegenie Herbert Dow wie für Will Kellogg, den Erfinder der gleichnamigen Frühstückscerealien.

 


PD Dr. Hardy Bouillon
Head of Academic Affairs
Centre for the New Europe