CNE Monatsmagazin
April-Mai 2006
Zusammenfassung
Johan Norberg - der neue CNE-Senior Fellow im Interview und über sein neues Buch: "In gewisser Weise ist es eine Fortsetzung des letzten Buches. Während ich darin die Vorteile der Globalisierung erklärt habe, geht es mir nun darum, zu erklären, was ein Land tun muß, bevor es globalisiert. Es ist ein Manifest der menschlichen Kreativität und des Unternehmergeistes, das erläutert, warum aller Wohlstand und alle Möglichkeiten das Werk freier Individuen sind. Darüber hinaus legt es dar, wie unsere Institutionen und Einstellungen dieser Kreativität im Wege stehen oder sie fördern können. Man kann sagen, das Buch wird eine Art Danksagung, in der ich den Innovatoren und Kapitalisten, die unsere Welt geschaffen haben, Tribut zolle."
Gerard Radnitzky - zum Tode des großen Individualisten im kollektivistischen Zeitalter. Hardy Bouillon porträtiert seinen langjährigen Lehrer und Freund: "Angesichts der permanenten Spannung zwischen Liberalismus und Demokratie suchte Radnitzky stets nach Lösungen für einen Privatrechtsstaat. Eine amerikanische Zeitung nannte ihn einmal einen "right-wing anarchist". Er faßte diese Bezeichnung als Kompliment auf, auch wenn er seinem Ideal der fremdherrschaftsfreien Gesellschaft, die ja nicht frei von jeder Herrschaft, sondern nur von fremder, aufgezwungener Herrschaft ist, lieber den Namen "Synarchie" gab."
Stimmen zum Buch: Fünf renommierte Autoren über das geistige Vermächtnis eines Mannes, der sich Geschichtsklitterungen nie beugte; über "Das verdammte 20. Jahrhundert. Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten" von Gerard Radnitzky. "Ein intellektuelles Fest" (Roland Baader), von "besonderem ironischen Grundzug und Glanz" (Gerd Habermann), "herzerfrischend politisch unkorrekt (Hans-Hermann Hoppe), "eine Perspektive …, die nicht angegriffen werden kann." (Otto von Habsburg), "außerordentlich wertvolle Erkenntnisse" (Wolfgang Kasper)
Der Microsoft-Fall durch die makropolitische Brille: Zusammen mit dem amerikanischen Competitive Enterprise Institute lud das Centre for the New Europe am 20. April 2006 zu einer Konferenz ein. Im Mittelpunkt standen die allgemeinen Risiken sowie die Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit, die mit der amerikanisch inspirierten Anti-Trust-Politik einhergehen. Referenten waren u.a.: Ronald A. Cass, Stan Liebowitz, Jonathan Zuck und Gabriel Calzada.
Deutsches Arbeitsrecht ohne ordnungspolitischen Rahmen: Der Auftrag an den gesamtdeutschen Gesetzgeber gem. Art. 30 I Nr. 1 Einigungsvertrag, "das Arbeitsrecht (...) möglichst bald einheitlich neu zu kodifizieren", ist seit über 15 Jahren unerfüllt", schreibt Publizist Ansgar Lange (NeueNachricht) und kritisiert: "Den zahlreichen arbeitsrechtlichen Einzelgesetzen liegt keinerlei übergreifende ordnungspolitische und strukturelle Konzeption zu Grunde."
PD
Dr. Hardy Bouillon