CNE Monatsmagazin
November 2005

Zusammenfassung

"Fiscal warming!" Mit diesem spontanen Einwurf von Professor Jacques Garello, Aix-en-Provence, hatte der Brüsseler Workshop des Institute for Research on Economic and Fiscal Issues (IREF) sein Motto gefunden. Gerade wegen der zu hohen Steuern sei europaweit ein Abschmelzen der Steuern zu erwarten, so die Teilnehmer des Workshops. Professorin Victoria Curzon Price berichtet über die Studien ihrer Kollegen Patrick Minford, Pierre Garello und Thierry Afschrift zum Thema Steuern und Wachstum.

Money makes the world go around: In seinem neuesten Buch rückt Roland Baader gleich zwei deutschen Übeln zu Leibe: der fehlenden Zuneigung zum und dem mangelnden Wissen über den Kapitalismus. Das Kapital am Pranger erweist sich - wie der Untertitel verheißt - in der Tat als zuverlässiger Kompaß im nebulösen Wohlfahrtsdeutsch und erklärt dem geneigten Leser in vier Kapiteln die Funktion des Kapitals, die Bedeutung des Kapitalismus, seiner diversen Erscheinungsformen und seines erklärten Gegners: der Politik.

Und die Taschen voller Geld: Nach der Besetzung der CSR 1938 durch die Deutschen kam es in den besetzten Gebieten zu einem merkwürdigen Kaufverhalten deutscher Soldaten. Was war die Ursache dieses Kaufphänomens? Die Unterbewertung der tschechischen Krone? Die Qualität der tschechischen Produkte? Oder etwas anderes? Für Gerard Radnitzky ist der Hauptgrund im Liquiditätsüberhang im "Altreich" zu suchen.

I like to move it: Der Beirat des Unternehmerinstituts (UNI) der ASU widmete seiner im Zeichen der Bundestagswahlen stehenden Jahressitzung der Frage: Was hat die Politik zu bieten - und was erwarten liberale Publizisten, Wissenschaftler, Unternehmer in der heutigen Lage? Einig war man sich in darin, dass das Land dringend in Bewegung geraten müsse, um die Probleme der Zukunft zu bewältigen. Die abendliche Tischrede über wirksame Methoden politischer Beeinflußung hielt PD Dr. Hardy Bouillon (CNE).

REACH OUT: Glaubt man EU-Umweltkommissar Stavros Dimas, dann hat die in Auftrag gegebene KPMG-Studie die Wirtschaftlichkeit der neuen europäischen Chemikalienpolitik demonstriert. Doch eine nähere Prüfung der Studie bestätigt, was die Wirtschaft befürchtet. Der Kommissionsvorschlag der REACh-Verordnung vom Oktober 2003 schneidet bei der im Maastricht-Vertrag geforderten Kosten-Nutzen-Bilanz aller bedeutenden Regulierungsvorhaben äußerst schlecht ab. Den geschätzten Kosten zwischen 4,3 und 9,7 Milliarden Euro stehe kein nachweisbarer Nutzen gegenüber, schreibt Edgar Gärtner.

 


PD Dr. Hardy Bouillon
Head of Academic Affairs
Centre for the New Europe