CNE Monatsmagazin
Juni 2005

Zusammenfassung

Collapse, der neue Bestseller von Jared Diamond ist ein Buch für jene, die Umweltfragen zur Glaubensangelegenheit machen. "Wer ob des weltweit um sich greifenden Wohlstands Unbehagen empfindet, der findet hier Trost", so Wolfgang Kasper in seiner Rezension. "Diamonds neues Buch ist ein typisches Beispiel für den Mißbrauch der Wissenschaft zur Schürung von Umweltängsten. Es ist mehr als enttäuschend, daß gerade ein einst angesehener Wissenschaftler sich nicht um allseits zugängliche Tatsachen schert, die seinen Hypothesen widersprechen. Wie andere Kapitel des Buches auch, strotzt das Kapitel über Australien von faktischen Irrtümern und unbelegten Behauptungen."

Sie sind mittlerweile zu einer festen Institution unter den deutschsprachigen Hayek-Kennern geworden: die Hayek-Tage der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft e.V. in Verbindung mit der Friedrich A. von Hayek-Stiftung, die dieses Jahr in Tübingen stattfinden. Auf dem Programm am 30. und 31. Juni 2005 stehen u.a. der slowakische Finanzminister Ivan Mikloš, Prof. Dr. Christian Watrin und der baden-württembergische Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Themen sind u.a.: Wettbewerb im Geld- und Kreditwesen, Demokratiereform und Globalisierung.

Das Council on Public Policy, ein an der Universität Bayreuth angesiedelter Think Tank, lud jüngst zu einem Workshop nach Thurnau ein, um über Demokratiereform und Politikbetrieb zu diskutieren. Zu den fünf Diskussionsthemen zählten die Erforschung der politischen Elite, Politiker und deren Entlohnungsformen, der "neue politische Unternehmer", ökonomietheoretische Betrachtungen der Politik und der politische Prozeß in den Transformationsländern.

Angela Merkel will "Deutschland dienen". Wird sie den neuen Politikertypus repräsentieren, der für statt von der Politik leben will? "Wohl kaum", meint Hardy Bouillon. "Der politische Unternehmer (im Sinne Max Webers) ist nicht nur eine romantische Figur, sondern auch semantischer Unfug. Ein Unternehmer riskiert eigenes oder geliehenes Geld, während der Politiker stets das Geld anderer riskiert. Politiker und Bürokraten können bestenfalls politische Manager genannt werden. Begriffsabgrenzung scheint keine Stärke Webers gewesen zu sein - wie die Verwechslung von Freiheit und Macht zeigt."

Die International Society for Individual Liberty (ISIL) lädt dieses Jahr zu einem Gipfeltreffen der Libertären nach Deutschland ein. Vom 15. bis 20 Juli 2005 werden ca. 20 Referenten in der Theordor Heuss-Akademie in Gummersbach erwartet, u.a. Barbara Branden, früher eine der engsten Freunde von Ayn Rand und Autorin der Biographie "The Passion of Ayn Rand", Martin Wolf, Autor des Bestsellers "Why Globalisation Works", Sabine Herold, Liberté Chérie, Hardy Bouillon, CNE, Samuel Brittain, Financial Times, Julian Morris, IPN, Jan Narveson, Waterloo University, Kanada, und Jacques de Guenin, Le Cercle Frédéric Bastiat.

Mit freundlicher Unterstützung des Liberty Funds, Indianapolis, lud Hardy Bouillon im April dieses Jahres Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Think Tank Wesen zu einer Tagung über die Werte des Liberalismus nach Nennig ein. "Alle liberalen Werte lassen sich logisch aus den zwei sich gegenseitig bedingenden Prinzipien Freiheit und Eigentum ableiten", so Bouillon. Deshalb ging das Nenniger Kolloquium u.a. der Frage nach, in welchem Verhältnis die abgeleiteten Werte wie Verantwortung, Toleranz, Freizügigkeit, Freihandel, Frieden etc. zueinander und zu den Grundwerten des Liberalismus stehen."

 


PD Dr. Hardy Bouillon
Head of Academic Affairs
Centre for the New Europe