CNE Monatsmagazin
Januar 2005
Zusammenfassung
Acht auf einen Streich ... Als die Friedrich August von Hayek-Gesellschaft 1999 ihren Namenspatron zum 100. Geburtstag mit einem Brevier ehrte, ahnte wohl niemand, dass daraus eine Reihe mit acht vorzüglichen Bänden hervorgehen würde: Inzwischen umfassen die Meisterdenker der Wirtschaftsphilosophie neben deutschsprachigen Geistesgrößen wie Ludwig Erhard, Friedrich August von Hayek, Ludwig von Mises und Wilhelm Röpke auch englischsprachige wie Adam Smith und David Hume sowie zwei Denker des französischen Sprachraumes, nämlich Frédéric Bastiat und Benjamin Constant. Alle Bände sind im Ott Verlag, Thun, erschienen.
Doktor Allwissend ... Im Zentrum der neuesten CNE-Gesundheitsstudie "Why Greater Freedom of Patient Information in European Healthcare Could Save Lives and Money" steht der Vorschlag uneingeschränkter Patienteninformation. D.h., jeder EU-Bürger sollte das Recht haben, jede ihm zur Verfügung stehende Informationsquelle über Gesundheitsprodukte uneingeschränkt nutzen zu dürfen. Wenn dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt würde, fielen die Gesundheitskosten in der EU um schätzungsweise 437 Mio. Euro, so die Autoren Dr. Tim Evans, Alberto Mingardi und Stephen Pollard.
Prinzessin auf der Linse ... "Im letzten Jahr schlug sich der Europäische Gerichtshof in Straßburg auf Carolines Seite. Niemand kann die Prinzessin nun ohne deren Zustimmung auf der Straße fotografieren - und das gilt für sämtliche Straßen in allen Ländern Europas, die die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben. Das Straßburger Urteil schafft einen Präzedenzfall, den jeder andere künftige Beschwerdeführer in Namen der "Privatsphäre" für seine Zwecke nutzen kann," meint Tessa Mayes.
Väterchen Frost ... Was treibt all die falschen Propheten des vermeintlichen Klimawandels? "Ganz einfach, Profit und Macht", meint Paul Driessen. "Die Erderwärmung ist ein großes Geschäft. Die US-Regierung hat zwischen 1992 und 2000 insgesamt 15 Mrd. USD für die Erforschung und "Bildung" im Bereich Erderwärmung verteilt. Darüber hinaus haben die Vereinten Nationen sowie die EU weitere Milliarden dafür aufgewendet, und mehrere Hundert Millionen kamen von den großen Stiftungen", so der Autor weiter.
Rotkäppchen und der böse Robin Hood ... Der EuGH in Luxembourg meinte, durch die Auflagen der Europäischen Kommission entstehe für Microsoft kein "schwerwiegender und irreparabler Schaden". Ob dieses Urteil einem (Europäischen) Gericht zur Ehre gereicht, dürfe bezweifelt werden, so Hardy Bouillon, "denn so mancher böses Bube mag daraus seine eigenen Schlüsse ziehen - und hätte dabei sogar die Logik auf seiner Seite: "Ausrauben werde ich die alte Dame schon dürfen, solange ihr Schaden nicht schwerwiegend ist und sie ihn wieder reparieren kann - wohl gemerkt: sie ihn reparieren kann, nicht ich. Restitution war gestern, Sanktionierung erträglichen Raubes ist heute." Es lebe Robin Hood."
Von einem, der auszog, das Forschen zu lehren ... Im Titel seines neuen Buches L'erreur économique spiele der Pariser Wirtschaftspublizist Philippe Simonnot auf den Bestseller "L'horreur économique" der französischen Kunstkritikerin Viviane Forrester an. Doch es gehe ihm um mehr, nämlich "... um eine grundsätzliche Bestimmung des Status der Gesetze der Ökonomie, um zu erklären, warum diese so oft geleugnet und übertreten werden," schreibt Edgar Gärtner in seiner Rezension des Buches von CNE Senior Fellow Philippe Simonnot.
PD
Dr. Hardy Bouillon