CNE Monatsmagazin
Dezember 2004
Zusammenfassung
Alle Jahre wieder: Altes und Neues bei CNE - Das neue Journal for the New Europe ist eine neue interdisziplinäre Fachzeitschrift in englischer Sprache, die halbjährlich im PDF-Format erscheint und kostenlos von unserer Homepage heruntergeladen werden kann. Es ist erwünscht, daß die eingesendeten Aufsätze und Essays einen originären Beitrag zu einer Humanwissenschaft leisten und einen Bezug zu Europa und zur europäischen Politik aufweisen. Die erste Halbjahresnummer ist soeben erschienen. Mehr dazu unter: www.cne.org
Nicht leicht, aber einfach: CNE-Vorstand Wilfried Prewo über seinen Vorschlag zur Reform des Wohlfahrtsstaates: "Institutioneller Eckstein dieses "Kundenmodells" ist das individuelle Sozialsparkonto, auf das die heutigen Sozialabgaben eingezahlt werden. Der Einzelne verfügt über sein Sozialsparkonto in weitgehender Freiheit und finanziert daraus die ihm wichtigen Leistungen. Lediglich eine Mindestversicherung ist obligatorisch."
Laßt uns froh und munter sein: Vom 17.-18. November tagte der Pharmaceutical Economics and Policy Council (PEPC), u.a. um die verdeckten Kosten der Zuzahlungspolitik zu erörtern. Außerdem wurden die Ergebnisse einer Populus-Umfrage diskutiert: Von 8.000 befragte Europäer halten 84% Gesundheitsreformen im eigenen Land für notwendig, nur 37% sind mit ihrem Gesundheitswesen zufrieden. Lediglich 41% glauben, dass sie in den Genuß der neuesten Methoden und Medikamente kommen.
Arthur-Koestler-Preis: Die DGHS verlieh ihn am 13. November 2004 in Augsburg an Professor Dr. Gerard Radnitzky. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von CNE. Der Wissenschaftstheoretiker und Philosoph Radnitzky erhielt den Preis für seinen Essay "Freitod und letzte Hilfe als philosophisches Problem". In seiner Dankesrede sagte er, die anti-individualistische Mentalität und die abendländischen Fundamentalisten seien die größten Gegenkräfte des Rechts auf Selbstbestimmung.
Ein konservativer Hayek? Für den Rostocker Politologen Hans Jörg Hennecke ist Michael Oakeshott eher eine Art englischer Wilhelm Röpke. "Während er im eigenen Lande als einer der herausragenden politischen Philosophen des 20. Jahrhunderts gilt, wurde Oakeshott in Deutschland bislang wenig Aufmerksamkeit zuteil", schreibt Hennecke. In seinem Essay stellt er u.a. die Beziehungen zu Hayek heraus und das Originäre in Oakeshotts Kritik am Rationalismus.
Dem man nicht genug danken kann: Wir sollten dem Politiker als solchen dankbarer sein, meint Hardy Bouillon spöttisch, "sonst kommt er noch auf die Idee, unsere schöne Welt zerstören zu wollen. Es soll ja schon welche gegeben haben, die meinten, es sei besser, die Geldmenge nicht zu erhöhen, und dass die vielen Finanzkrisen letztlich Folge falscher Signale der staatlichen Zinsregulierung seien - als ob zwischen dem staatlichen Papiergeld und den 25 Hyperinflationen des letzten Jahrhunderts ein Kausalzusammenhang bestünde."
PD
Dr. Hardy Bouillon