CNE Monatsmagazin
November 2004
Zusammenfassung
Am 28. Oktober 2004 jährte sich Lockes Todestag zum 300. Mal. Grund genug für Hardy Bouillon, an die Verdienste (und Versäumnisse) des Mannes, zu erinnern, der wie kein anderer die Diskussion um das Eigentum geprägt hat. Locke, so Bouillon, sei zwar sehr erfolgreich gewesen, aber habe auch schlecht durchdachte Aneignungsklauseln hinterlassen, so dass man, wie Anthony de Jasay gezeigt habe, mit Beruf auf Locke auch behaupten könne, dass nur kollektiver Besitz an allem durch "uns" legitim sei.
Der Emissionshandel komme in Gang, schreibt Edgar Gärtner in seinem Kommentar zu den jüngsten Entwicklungen im Emissionshandel. Aber außer Deutschland und England verlange kein anderes EU-Land von seiner Industrie bereits vom Start weg eine Verminderung des CO2-Ausstoßes und eine präzise Buchführung darüber. Stattdessen würden die Zuteilungen in den meisten EU-Ländern so bemessen, dass großer Spielraum für wirtschaftliches Wachstum (und Manipulationen) bleibe, so Gärtner.
An der Wirtschaftsuniversität Prag zeigt die Österreichische Schule, dass sie von bleibender Aktualität ist. Zusammen mit seinem Kollegen Josef Sima hat Jiri Schwarz, Dekan der volkswirtschaftlichen Fakultät und zudem Leiter des Prager Liberalni Instituts, die Austrian Economics an seiner Fakultät populär gemacht. Hardy Bouillon, im WS 2004/2005 Gastprofessor an der WU Prag, konnte sich im Interview mit Sima einen Eindruck von der Entwicklung der österreichischen Schule in Prag verschaffen.
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PD
Dr. Hardy Bouillon