CNE Monatsmagazin
September 2004
Zusammenfassung
Roland Baader macht in seinem kürzlich in der Jungen Freiheit erschienenen Artikel über "Die totale Antidiskriminierung" auf eine sich hierzulande und in der EU ausbreitende Tendenz aufmerksam: Der Gebrauch der Vertragsfreiheit wird als Diskriminierung verfemt und die staatliche und suprastaatliche Unterminierung der Vertragsfreiheit als Anti-Diskriminierungsakt gepriesen.
Wenn es nach dem Willen der Arzneimittelhersteller und den Konsumenten ginge, dürften erstere letztere direkt über ihre Produkte und Entwicklungen informieren. Doch der Wille der Politik ist ein anderer. Direkte Kundeninformation darf es nicht bzw. nur im Rahmen der rechtlichen Einschränkungen geben. In einer seiner letzten Mittagsveranstaltungen vor der Sommerpause hat CNE dieses diskriminierende Gebaren zum Thema erhoben.
Unrühmliche Beispiele positiver Diskriminierung durch den Gesetzgeber gibt es viele. Der in letzter Zeit unter Beschuß geratene Meisterbrief gehört dazu. Die Zeitschrift "eigentümlich frei" hat in einer seiner letzten Ausgaben Michael Wörle und dessen Verband IFHandwerk zu diesem Thema interviewt. Das Gespräch führte André Lichtschlag, Herausgeber von "eigentümlich frei".
Ausgrenzung scheint in manchen Köpfen nur dann verwerflich, wenn private Personen zu persönlichen oder geschäftlichen Zwecken von ihrem Vertrags- und Versammlungsrecht Gebrauch machen wollen. Einer, der diesen Umstand virtuos wie umstritten als Instrument einsetzt, ist Hans-Hermann Hoppe, der jüngst auf Einladung der "Initiative für Liberalismus und Marktwirtschaft" in Wien u.a. über "gated communities" sprach. Rahim Thagizadegan, einer der Köpfe der Initiative, berichtet.
Mal sorgt die deutsche Hochschulpolitik selbst für Diskriminierungen, mal setzt sie gegenläufige Trends. Und manchmal werden deutsche Hochschulen Opfer einer diskriminierenden Politik aus anderen Ländern. Wie dem auch sei: Opfer oder Gerettete sind selbstredend nicht die Hochschulen, sondern deren Angehörigen. Wir haben die Juliausgabe des DHV Newsletter ausgewählt, um Ihnen einige treffliche Beispiele mehr oder weniger diskriminierender Maßnahmen im Hochschulwesen vorzustellen.
PD
Dr. Hardy Bouillon